Kreisschülerrat Harburg

Unsere Anträge für den Ausschuss für
Schulen und Sport im Landkreis Harburg

Antrag für eine Machbarkeitsstudie für einen kostenlosen und einen 365€ Ticket

Täglich fahren viele Personen mit den Öffentlicher Personennahverkehr nach Hamburg, Winsen, Buchholz, Seevetal und usw. Laut einer Studie von der VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) waren im Jahr 2019 in Deutschland über 10,4 Milliarden Personen unterwegs mit den ÖPNV1. Der Landkreis Harburg ist zusammen mit elf weiteren Landkreisen und der Hansestadt Hamburg im HVV (Hamburger Verkehrs Verbund). Der HVV bietet die teuersten Tickets in ganz Deutschland an, dieses kam heraus bei einer Studie vom ADAC2. Insbesondere Auszubildende*innen, Studierenden, Freiwilligendienstleistende, Kinder, Jugendliche und Schüler*innen sind die Kosten für ein Ticket zu hoch.

Für eine bessere Unterstützung der Kinder und Jugendlichen im Öffentlicher Personennahverkehr, stellen wir folgenden Antrag:

Eine Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen Kostenlosen ÖPNV sowie eine Machbarkeitsstudie für ein 365,00€ Jahres-Ticket für Auszubildende*innen, Freiwilligendienstleistende, Studierenden, Kinder, Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr und Schüler*innen innerhalb des Landkreises Harburgs.

In dieser Studie soll aufgezeigt werden, wie hoch die Kosten für ein Kostenlosen ÖPNV und für ein 365,00€ Jahres-Ticket sind. Die Studie kann Alternativen, bezüglich einer besseren Förderung der Kinder und Jugendliche im gesamten Landkreis Harburg vorschlagen.

Quellenangabe:

1 – https://www.vdv.de/

2 – https://www.adac.de/

3 – https://www.hvv.de/

4 – https://www.hvv.de/

Begründung:

Die Fahrgastzahlen haben jedes Jahr immer wieder neue Rekordwerte zu verzeichnen. Viele der Nutzer*innen sind auf den ÖPNV angewiesen, da diese keinen Führerschein oder Auto haben. Die Schüler*innen müssen ab dem SEK. II die Fahrkarte selbst bezahlen. Ein Landkreis Ticket kosten zurzeit: 50,00€. Manche Schüler*innen müssen einen Umweg machen, z.B. über Hamburg, um zu ihrer Schule zu kommen. Dieses kann bis zu 50,00€ mehr kosten, da kein Schulbus zur Schule fährt3. Als Beispiel: Die Verbindung von Neu-Wulmstorf nach Winsen (Luhe).

Auszubildende*innen sind stark betroffen von den Mehrkosten, wenn der Wohnort, die Berufsschule und die Arbeitsstätte innerhalb des Landkreises Harburgs auseinander liegen. Für die Auszubildende*innen gibt es keine Monats- oder Jahres-Tickets für den gesamten Landkreis Harburg. Hierfür müssen die Auszubildende*innen Tickets für „Zonen“ oder „Ringe“ kaufen. Die Auszubildende*innen können nur Tickets für die „Ringe A+B“ kaufen, dies ist für manche Auszubildende*innen nicht sinnvoll. Da der komplette Landkreis Harburg weder im „Ring A“ noch im „Ring B“ ist. Daher müssen die Auszubildende*innen „Zonen“ kaufen. Die Auszubildende*innen können nur auf ausgewählte „Zonen“ fahren, die sie beim Kauf angeben. Weitere „Zonen“ müssten dazu gekauft werden, für eine Flexiblere Fahrt. Die Mehrkosten können bis zu 40,00€ pro Zone betragen4.

Für Einkommensschwache Familien ist ein ÖPNV-Ticket sehr teuer. Im HVV-Gebiet bekommen Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr ein vergünstigtes Ticket, da sie unter „Kinder“ fallen. Für Kinder, die z.B. von Tostedt nach Hamburg fahren möchten, zahlen für 5 „Ringe“ 5,00€. Jugendliche ab 15 Jahre bezahlen 17,00€, dies ist eine Steigerung von 240%.

Einige Beispiele bei Umsetzung der Maßnahmen:

Es schafft Fairness gegenüber anderen Bundesländern (z.B. Nordrhein-Westfahlen oder Hamburg). Ein Ticket würde die Attraktivität der beruflichen Bildung steigern. Somit könnten die Jugendlichen sich flexibel, nach ihren Wünschen und Bedürfnissen den Ausbildungsplatz aussuchen.

Erstellung einer Broschüre für die Schullandschaft im gesamten Landkreis Harburg

In der Schulentwicklungsplanung haben die Mitglieder*innen viel über die Schullandschaft im Landkreis Harburg diskutiert. In unseren Landkreis gibt es insgesamt 8 Schulformen (inklusive Schulen in Freie Trägerschaft sowie Grundschulen). Hierbei verlieren viele die Übersicht über die einzelnen Schulformen sowie die Schullandschaft im Landkreis Harburg.

Für eine bessere Aufklärung der Schulformen stellen wir folgenden Antrag:

Eine Gründung einer Kommission, die eine Broschüre erstellt zum Thema „Schullandschaft im Landkreis Harburg“.

In der Kommission schlagen wir 4 Personen vor:

Ein*e Schüler*innenvertreter*in, ein*e Elternvertreter*in, ein*e Schulleiter*in sowie ein*e Vertreter*in von der Kreisverwaltung.

Ziel dieser Kommission ist es, bei der Aufklärung aller Schulformen, inklusive einzelne Orientierungen und Zweige sowie die Standtorte innerhalb des Landkreises Harburg zu unterstützen. Die Kontaktdaten von Behörden, Ärzte und Organisationen/Beratungsstellen bei Fragen oder Hilfen für Eltern/ Erziehungsberechtigten und/oder Schüler*innen sollte bei der Erstellung der Broschüre berücksichtigt werden.

Begründung:

Im Landkreis Harburg gibt es ca. 60 Schulen, 8 Schulformen sowie einzelne Orientierungen und Zweige von Schulen. Viele Eltern/ Erziehungsberechtigten, Schüler*innen sowie die Politik wissen meist nicht welche unterschiede es zwischen den einzelnen Schulformen gibt. Die Broschüre soll für eine bessere Aufklärung der einzelnen Schulformen sowie deren Zweige oder bei der Orientierung unterstützen. Die Broschüre richtet sich nicht nur an die Eltern/Erziehungsberechtigten aus dem Landkreis, sondern auch an die Schüler*innen. Mit der Broschüre sollen die Leser*innen ausrechend informiert werden von der vielfältigen Schullandschaft innerhalb des Landkreises Harburgs. Unser Ziel ist es, dass alle Eltern/Erziehungsberechtigten und deren Kinder besser und leichter die passende Schulform an ihren Ansprüchen und Leitungen finden.